Chronik

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Gedicht von unserem Ehremitglied Anton Steinhart anlässlich des Jubiläums 90 Jahre Musikkapelle Frohsinn im Jahre 2014.

"Der FROHSINN feiert Jubiläum heut, 
er wird schon 90 Jahr!
Es gratuliert mit großer Freud
die Jungmusikantenschar!"
Wir wollen euch erzählen jetzt 
aus dieser langen Zeit 
und blicken nun einmal zurück 
in die FROHSINN-VERGANGENHEIT!

1924: In Löffelsterz fehlt die Musik 
      der Nicklaus Anton find´t 
      zehn int´ressiete Burschen bald -
      der "FROHSINN" war gegründ´t.
      Instrumente kauft ein jeder selbst, 
      die Gemeinde hilft dazu.
      Die Noten schreibt Hauptlehrer Müller -
      Blasen lernen sie im Nu.

1934: Der "Frohsinn" spielt zur Prozession,
      bei Festen und Kirchweih -
      doch dann kam eine schwere Zeit -
      der Aufschwung war vorbei.
      Denn einer wollt ins Studium,
      and´re zogen zwecks Heirat fort.
      Der Tod hat drei hinweggerafft -
      so fehlt Musik im Ort.

1944: Musikanten mussten zur Armee -
      der Krieg ist ja brutal!
      Die jünger´n Brüder halfen aus,
      doch auch sie hatten keine Wahl.
      Drei ält´re Spieler hielten durch - 
      sie taten´s mit Bravour. 
      Die "Schrumpfkapelle" spielte dann 
      halt Kirchenmusik nur!

1954: ´Ne neue Generation entstand,
      der "Frohsinn" wurde jung!
      Der Alois, Edgar und die Nicklaus-Jungs -
      sie brachten frischen Schwung.
      Der Benno übernahm - nicht gern -
      vom Vater doch den Bass. 
      Die neue "Band", sie spielte auf 
      mit Eifer und viel Spaß.

1964: Das 40jährige Jubelfest, es fand 
      beim "Hirschen" damals statt. 
      Christian übernahm die Leitung - 
      sein Vater um Unterstützung bat.
      Junge Burschen fanden zur Musik 
      und spielten ganz munter auf. 
      Doch das "Kommen und Gehen" nahm halt
      wieder einen unguten Verlauf:

1974: Die Besetzung unvollständig und oft klein -
      ließ Kirchenmusik nur zu.
      der "Blaue Enzian" ergänzte den "Frohsinn",
      gestaltet die Feste dazu.
      Eine "Jugendblaskapelle" entstand 
      in Marktsteinach - 
      sie sorgte für Nachwuchs dann. 
      Erst nach der "Lehrzeit" durften die jungen 
      auch aktiv im "Frohsinn" ran.

1984: 18 Musikanten - welch´ stattliche Zahl! -
      zählt der "Frohsinn" im 60.Jahr. 
      Flott gekleidet in fränkischer Tracht,
      die hübsch anzuschauen war.
      Fränkische Rundtänze für alt und jung - 
      sie waren "in" in unserm Ort.
      Kinderchor und "Schlettach-Gimpel" - 
      sie setzen die Volkslied-Pflege fort. 
      

1994: Der "Frohsinn" ist auf dem Höhepunkt:
      begeistert mit Dixie, Blues und Swing,
      spielt auf beim Dorffest, bei Bläsertreffen, 
      dreht mit Beckstein so´n Ding!
      Ausflüge, Wanderungen macht man jedes Jahr,
      Löffelstelzen-Kontakte es gibt.
      Fränkische Sonntage auf dem Kaltenhof 
      waren überall beliebt.

2004: Der "Frohsinn" gerät in neue Wechseljahre - 
      ein Kommen und Gehen beim Musikerstamm.
      doch junge Mädchen und Burschen machen mit, 
      und halten mit den "alten" zusamm´
      Herr Zehnder beendet sein erfolgreiches Wirken;
      Andreas Mantel wird neuer Dirigent.
      Er leitet die Geschicke des "Frohsinn" bis heut 
      und hat immer alles zum Guten gewend´t.

Anton Steinhart 2014